Sonntag, 1. August 2010

Ich bin umgezogen!

Hallo,

ich habe einen neuen BLOG an anderer Stelle:

http://fxhakan.wordpress.com/

Viel Spass beim Lesen!
Hakan

Freitag, 21. September 2007

Wahre Größe

Artikel-Überschrift im Spiegel von heute
Stoiber-Vorstoß
"Kathedralen sollen größer sein als Moscheen"


Als Aus::Länder habe ich etwas Schwierigkeiten mit dem Bayrisch. Meint er jetzt damit die Länge, also die Höhe? Bedeutet das auch, die Moscheen dürfen nicht schöner, teurer oder gar breiter sein? Und dürfen die Besucher der Moscheen die Kathedralen-Besucher nicht an Anzahl und Größe übertreffen... gilt das auch nach sieben Jahren, wenn Frau Pauli die CSU führt... Herr Stoiber, es kommt doch nicht auf die Größe an!

Samstag, 8. September 2007

Deutsche verschenken Geld - Börsen verschleudern Geld

In einer Zeit, wo die Finanzmärkte sich in einer der heftigsten Krise befinden,
In einer Zeit, wo Banken sich gegenseitig nicht vertrauen,
In einer Zeit, wo die Notenbanken hunderte Mrd. in den Markt pumpen müssen,
In einer Zeit, wo keiner die Risiken der Suprime-Krise abschätzen kann
und das Wort "Rezession" Ängste schürt,
da erscheint ein Artikel in der Süddeutschen!

Die SZ berichtet über den Vermögensreport der Dresdner Bank/Allianz Gruppe. In dem Artikel wird beklagt, die Deutschen könnten nicht mit Geld umgehen und ihnen würden somit jährlich Milliarden an Gewinnen entgehen. Gleich im ersten Abschnitt heisst es:

Vor allem ein überzogenes Sicherheitsdenken lasse Sparer in sichere, aber niedrig verzinste Sparanlagen investieren, während sie Aktien immer noch vernachlässigten.


War da in letzter Zeit nicht etwas an den Aktienmärkten? Hier mal ein paar (wahllose) Schlagzeilen:


Was stand noch einmal im Report - die Deutschen können nicht mit Geld umgehen... vielleicht sind die Deutschen doch klüger, als einigen lieb ist! Und ist es nicht viel schöner, selbst das eigene Geld zu verschenken als es durch andere verschleudern zu lassen...?


Und noch etwas zum "Sparverhalten" - wird sind alle reicher geworden!
Das zumindest berichtet das Manager-Magazin. Statistisch haben wir alle seit 1991 unser Geldvermögen verdoppelt!
Dann machen es die Deutschen also doch richtig, oder?
Wenn Sie wissen möchten, warum Sie jetzt reicher sind, obwohl Sie weniger Geld in der Tasche haben, dann lesen Sie doch bitte bei den NachDenkSeiten nach...

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Links

[1] sueddeutsche.de: Falsches Sparverhalten - Deutsche verschenken Geld
[2] manager-magazin.de: Aufschwung macht Deutsche reicher
[3] NachDenkSeiten: Bundesbank: Die Deutschen sind im Durchschnitt reicher geworden

Sonntag, 26. August 2007

Fachkräfte(mangel) koste[t|n] was

Es ist gerade mal ein Jahr her, als unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel in aller Öffentlichkeit Deutschland als Sanierungsfall bezeichnete. Jetzt plötzlich brach der Wirtschaftaufschwung über uns alle ein. Die Wirtschaft boomt so stark, dass uns völlig unerwartet die Fachkräfte ausgegangen sind (oder waren nie genug da)! Das war am Ende der 80er Jahre so, es war im Jahr 2001 so und jetzt ist es auch so.


Öffnen des Arbeitsmarktes für ausländische Fachkräfte

Nun soll der Arbeitsmarkt "baldmöglichst" nach Aussage des Bundeswirtschaftsminister Michael Glos für Ingenieure aus den zwölf neuen EU-Staaten geöffnet werden. [1]

Konsequenzen – Wo bleiben "Gast"-Fachkräfte bei Abschwung
Als ehemaliges Kind einer Gastarbeiterfamilie (oder auf Neu-Hochdeutsch "Ausländer mit Migrationshintergrund") stelle ich mir die Frage, was passiert mit all den Fachkräften, wenn plötzlich und unerwartet die Konjunktur wieder einbricht oder sinkt? Ich erinnere mich an die CeBIT-Eröffnungsrede des damaligen Kanzlers Schröder im Jahr 2001. Er initiierte dort die Green-Card-Debatte. Im gleichen Jahr platzte die New Economy Blase, und der Anschlag am 11ten September erschütterte die Welt!

Die Industrie fordert schnell Fachkräfte bei Bedarf und entledigt sich ihrer genauso schnell bei Nicht-Bedarf. Wer kümmert sich dann um die Fachkräfte, egal ob sie aus dem Inland oder Ausland stammen? Die Unternehmen tragen selbst eine Verantwortung, die, so mein Eindruck, nicht wahrgenommen wird. Die Ursachen für den aktuellen Fachkräftemangel hat sie nach dem einhelligen Presseecho selbst zu verschulden.

Gibt es aktuell einen Fachkräftemangel
Angesichts der arbeitslos Gemeldeten Ingenieure (ca. 30.000) stellt sich einem doch die Frage, warum diese nicht genommenen werden. Der Grund, diese sind zumeist über 50 Jahre alt (siehe mein Blog Fachkräftemangel: Des Pudels Kern [2]).

Blick in die Vergangenheit - Ursachenforschung
Wolfgang Lieb von den NachDenkSeiten fasst die aktuelle Diskussion wie folgt zusammen:
Der Streit um das Vorziehen der Freizügigkeit ist aber in jedem Falle auch ein Ablenkungsmanöver von den Fehlern in der Vergangenheit. [3]

Worin liegen die Fehler und Ursachen? Hier meine Aufzählung:
  • Aus- und Weiterbildung: Viele Betriebe bilden nicht mehr aus (s. damalige Diskussion zur Ausbildungsplatzabgabe)
  • Rationalisierung der Arbeitsplätze: Ohne Notwendigkeit wird qualifiziertes Fachpersonal über 50 abgebaut
  • Einführen von Studiengebühren
  • Kürzungen an den Unis: Der Rotstift wird bei den Unis angesetzt(s. u.a.[4])
  • Abwanderung höher Qualifizierter aus Deutschland ins Ausland

Fachkräftemangel kostet 20.000.000.000 €
In einer Studie im Auftrag des Wirtschaftsminister Michael Glos werden die aktuellen Kosten des Fachkräftemangels auf ca. 20 Mrd. beziffert.

Prämien
Mit den Fachkräften würden also ca. 20 Mrd. € pro Jahr erwirtschaftet werden. Da würde sich doch eine Investition mehr als rentieren! Daher mein Vorschlag:

Jedem der studiert eine Antrittsprämie (a la Klaus Kleinfeld) und jedem, der die Ausbildung oder Studium abschließt, eine Erfolgsprämie! Wenn du Unis schon wirtschaftnahe sein sollen, können sie ja mit der Erfolgsvergütung beginnen!

Vielleicht klingt das lustig, aber ich finde, Menschen motiviert man durch positive Anreize und nicht durch "Bestrafung"!

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Links

[1] Tagesspiegel: Glos will osteuropäische Ingenieure schnell ins Land holen
[2] fxHakan Blog: Fachkräftemangel: Des Pudels Kern
[3] NachDenkSeiten: Das Hin und Her um nötige Fachkräfte
[4] Tagesspiegel: Unis verlieren hunderte Professoren
[5] sueddeutsche: Fachkräfte-Mangel kostet jährlich 20 Milliarden

Montag, 20. August 2007

IQ > 100 = kein Sex

Desto schlauer, desto weniger Sex
Der US-Wirtschaftswissenschaftler Tyler Cowen interpertiert zwei Studien zum Sexualleben junger Amerikaner. Mit dem Ergebnis: Desto höher der IQ(Intelligenzquotient), desto später beginnen sie mit ihren sexuellen Aktivitäten.

Bei Männern mit einem IQ von unter 70 sind ca. 63% der jungen Amerikaner Jungfrauen, bei einem IQ zwischen 70 - 90 waren es gerade mal knapp 50% und über 58% bei einem IQ zwischen 90 - 110. Hingegen handelte es sich knapp 70% um Jungfrauen bei denen mit IQ > 110.

Die Gründe, die hierfür genannt werden, betrifft nur die Schlauen. Sie seien wohlmöglich risikoscheuer, konservativer, religiöser. Vielleicht sind sie auch einfach unattraktiver:

Cowen bezieht noch weitere Studien ein, etwa über den Zusammenhang maskulinen Aussehens und der Zahl der Sexualpartner sowie über hormonelle Einflüsse. So sei für den Sexualtrieb und eine maskuline Erscheinung bei Männern Testosteron verantwortlich - und nach neuen Studien wirke sich ein hohes Testosteron-Niveau nachteilig auf den IQ aus. [1]

Ich weiß nicht, inwieweit die Studie andere sexuelle Aktivitäten ausser dem Sex (der Jungfräulichkeit) bewertet, und wie sieht es mit ihren Beziehungen aus, hatte alle Jungfrauen keinen Partner etc.?

Intelligenz und Sex-Appeal
Aber wer jetzt denkt, er sei klug und dadurch benachteiligt, der sollte sich die "BEST LIFE" Umfrage zum Sex-Appeal bei Männern [4] durchlesen! Laut der Umfrage unter 507 Frauen hat der Sex nicht den höchsten Stellenwert. Dass der Mann gut im Bett sein muss rangiert mit 53% an 5ter Stelle. Viel wichtiger ist ihnen seine Intelligenz (Platz 1 mit 73%) und der Humor (Platz 2 mit 61%)!

Sex, Geld und Gehirn
Wen das trotzdem wenig tröstet, der kann sich ja auf das Geldverdienen verlagern und dazu seine Intelligenz nutzen. Denn unser Gehirn giert genauso nach Geld wie nach Sex [5]. Es sind in beiden Fälle die gleichen Regionen im Gehirn aktiv. Um das vergleichbare Hochgefühl eines sexuell aktiven Paares zu "erleben", das mindestens 4x pro Monat Sex hat, muss man schon rund 40.000 € im Jahr erwirtschaften [6]!

Allerdings besagt die Glücksforschung, dass man sich schnell an viel Geld gewöhnt und noch mehr will. Regelmäßiger Sex hingegen macht Spass und froh und ist gesund ;-)

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Links

[1] Spiegel-Online: Wer schlau ist, hat keinen Sex
[2] WELT-Online: Intelligente Jugendliche haben weniger Sex
[3] Die Presse: Schlaue Menschen, später Sex
[4] BEST LIFE: Intelligente Männer haben den größten Sex-Appeal
[5] FAZ-Online: Sex, Geld, Gier und Hirnströme
[6] WEB.de: Sex ist ein Vermögen wert

Donnerstag, 9. August 2007

Das erste Opfer der hohen Milchpreise

Artikel zum Thema
  • 08.08.2007
    Stern-Umfrage: Union verliert in Wählergunst
    Wegen der Milchpreiserhöhung blicken die Deutschen wieder pessimistischer in die Zukunft - das drückt auch die Zustimmung für die Union. Bei der aktuellen Politumfrage des stern kommen CDU/CSU nur noch auf 36 Prozent. Die SPD stagniert auf niedrigem Niveau.
    Quelle: Stern

Fachkräftemangel: Des Pudels Kern

Am vorletzten Wochenende verfolgte ich ein Interview des ARDs zum Thema "Fachkräftemangel" mit einem höhergestellten Vertreter des DIHK (Name ist mir leider entfallen). Dabei wurde ihm die Frage gestellt, warum denn angesicht von ca. 30.000 arbeitslosen Ingenieure ein Mangel herrsche, der den Zuzug von ausländischen Arbeitnehmern erfordere.

Die Antwort verblüffte mich, denn es wurde kein Grund dafür genannt! Stattdessen sagte er, dass durch die ausländischen Arbeitkräfte Arbeitsplätze geschaffen werden würden. Warum erst Arbeitskräfte aus dem Ausland in das Land geholt werden müssen, um Arbeit für die arbeitslosen Ingenieure zu schaffen, die dringend gesucht werden, erschließt sich mir nicht!

Daraufhin recherchierte ich im Internet und stieß auf ein Interview der Tagesschau mit Kentzler:

tagesschau.de: Ein anderes Dauerthema ist der erwartete Fachkräftemangel. Bei zehn Prozent Arbeitslosen scheint das dem Laien schwer vorstellbar. Wann haben wir offiziell mit Fachkräftemangel zu rechnen und wo?

Kentzler: In vielen Berufen braucht man heute ein erstklassiges kaufmännisches oder fachliches Wissen - sonst hat man gegen internationale Konkurrenz kaum eine Chance. Zumal wenn man deutsche Preise verlangt. Hier müssen noch mehr junge Leute umdenken und sich beruflich fortbilden, um den aktuellen Anforderungen im Beruf gerecht werden zu können. Es ist gefährlich, wenn jetzt festgestellt wird, dass eine Generation nachwächst, die weniger qualifiziert ist, als die Jahrgänge zuvor. (Hervorhebungen von mir)


Meine Übersetzung dieser Passage: Junge ausländische Fachkräfte sind billiger. Junge Leute in Deutschland brauchen eine Weiter- oder Fortbildung, da sie weniger qualifiziert sind als Jahrgänge zuvor. Was ist allerdings mit den älteren Arbeitslosen? Die werden mit keinem Wort erwähnt! Müssen die sich nicht weiter qualifizieren? Können die das nicht oder brauchen sie es nicht?

Ich suche weiter im Internet. Dort stoße ich auf Report Mainz vom 17.05.2004! Die gehen der Frage nach, was sich hinter der Klage über Fachkräftemangel wirklich versteckt. Darin bitten sie die Wirtschaftsverbände um konkrete Beispiele für Fachkräftemangel in Deutschland. Eine Nachfrage bei den genannten Unternehmen ergibt, dass diese keine Fachkräfte Probleme haben. Also machen sie sich weiter auf die Suche und werden in Offenbach fündig. Ein Unternehmen sucht dringend Elektriker, Mechaniker, Schlosser oder Programmierer, die es nach eigenen Angaben nicht findet. Eine Anfrage beim zuständigen Arbeitsamt ergibt, dass ca. 200 Elektriker, ca. 200 Schlosser und über 400 EDV-Experten gemeldet sind! Was also steckt tatsächlich dahinter

O-Ton, Jan Wölfl, Arbeitsamt Offenbach:

»Scheinbar scheint’s auch darum zu gehen, dass man versucht, das Lohnniveau zu senken oder Druck auf Bewerber auszuüben, dass die bereit sind, für niedrigere Gehälter auf dem Markt sich zu engagieren. Es ist tatsächlich auch zur Zeit so, dass die Einstiegsgehälter hier in der Rhein-Main-Region zurückgegangen sind.«

Jetzt haben wir da Jahr 2007 und natürlich ist alles anders!

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Links

[1] Tagesschau: "Glos' Politik kann nicht so schlecht sein"
[2] REPORT MAINZ: Arbeitslose Fachkräfte: Verschärft das Zuwanderungsgesetz die Misere? (Sendung vom 17.05.2004)